Asien hat viele verschiedene Currysorten zu bieten, von ganz einfachen täglichen Curries bis hin zu speziellen Curries zu besonderen Anlässen. Dort werden die Curries auch nicht nur mit Reis serviert. In Malaysia kann ein einfaches Auberginencurry mit schön geformten Spitzen-Pfannkuchen serviert werden. Das Auberginencurry ist sehr einfach: Öl, Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, Chilli, Auberginen, Tomaten und Salz und Pfeffer zum Würzen, das ist alles. Die Pfannkuchen sind schön gelb vom Kurkuma und sehen aus wie kleine Deckchen aus Spitze. Eigentlich braucht man eine spezielle Schöpfkelle, um sie so formen zu können. Die habe ich leider nicht, deshalb nehme ich ein kleines Saucen- oder Milchkännchen mit eng zulaufender Spitze. Damit kann ich in schnellen kreisenden Bewegungen Pfannkuchen in die Pfanne gießen. Am Anfang ist es eine kleine Herausforderung, löchrige Pfannkuchen bewußt zu formen, aber nach ein paar Pfannkuchen fühlt man sich wie in einem Zeichenkurs :-) Die Pfannkuchen nur stocken lassen, dann umdrehen und auf einen flachen Teller herausnehmen. Während der Auberginencurry vor sich hin köchelt, können Sie Spitze mit Pfannkuchenteig zeichnen :-) Afiyet olsun!

Dieses köstliche Gericht habe ich zum ersten mal bei meiner Freundin aus Singapur gegessen. Später habe ich dann mein erstes malaysisches Kochbuch gekauft. Darin laß ich auch, dass diese Pfannkuchen auch „Roti Jala“ heißen und aus Indien kommen. Sie werden auch „indische spitzenartige Pfannkuchen“ genannt :-) In Malaysia sind diese insbesondere während des muslimischen Fastenmonats und zu speziellen Anlässen beliebt :-)

Zutaten

Für das Auberginencurry:
3 Auberginen (600 g)
5 EL Pflanzenöl
2 Zwiebeln, fein gewürfelt
3 Knoblauchzehen, fein gewürfelt
1-3 grüne Chillies, Samen entfernen und fein würfeln
4 cm Ingwer, fein gewürfelt
3-4 Tomaten, geschält und gewürfelt
Salz und frisch gemahlener Pfeffer

Für die Spitzen-Pfannkuchen:
250 g Mehl
2 kleine Eier
etwa 400 ml Milch
1/2 TL Salz
1/4 TL Kurkumapulver
2 EL Pflanzenöl
etwas Öl für die Pfanne

  1. Für das Auberginencurry: Auberginen waschen, schälen und würfeln. Auberginen mit Salz bestreuen und 20 Minuten ruhen lassen. Dann Auberginen unter fließendem kaltem Wasser abbrausen, abtropfen und mit Küchentuch trocken tupfen. In einer Pfanne 3 EL Sonnenblumenöl erhitzen. Auberginen etwa 10 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze unter gelegentlichem Rühren anbraten. Dann auf ein Teller herausnehmen. Restliches Öl in die Pfanne geben. Zwiebeln darin glasig dünsten. Knoblauch, Ingwer und Chilies hineingeben und anbraten. Auberginen und Tomaten dazu geben und 5 Minuten weiterbraten. Dann mit 1 Tasse heißes Wasser aufgießen, mit Salz und Pfeffer würzen und bei mittlerer Hitze etwa 15 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
  2. Für die Spitzen-Pfannkuchen: In einer großen Schüssel Mehl, Eier, Milch, Salz und Kurkumapulver gut klümpchenfrei verrühren. Dann 2 EL Sonnenblumenöl hineinrühren und zugedeckt 15 Minuten ruhen lassen. Ich habe keine spezielle Schöpfkelle für diese Pfannkuchen, deshalb benutze ich ein kleines Saucenkännchen mit enger Spitze. Sie können auch einen Saucenspender aus Plastik mit einer mittleren Spitze verwenden. Den Pfannkuchenteig in das Saucenkännchen füllen. Eine Pfanne mit 1 TL Öl erhitzen. Mit schnellen kreisenden Bewegungen einen Pfannkuchen in die Pfanne gießen, so dass der Pfannkuchen kleine Löcher aufweist und wie ein Spitzendeckchen aussieht. Den Pfannkuchen stocken lassen, umdrehen und auf einen flachen Teller herausnehmen und zur Seite stellen. Auf diese Weise den Pfannkuchenteig verarbeiten.
  3. Auberginencurry mit den Pfannkuchen heiß servieren. Afiyet olsun!